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Venedig ist eine besondere Stadtvoller Kuriositäten,
zu entdecken...

Wenn man richtig aufpasst so kann man beim flanieren eine Zeitreise in die Geschichte Venedigs machen. Gelegenheit dafür bieten die sogenannten "nizioleti" ( wotrwörtlich: kleine betttücher) an, wie in der Mundart die Strassenschilder bezeichnet werden. So lassen immer wieder Plätze, Strassen und Fondamente Anekdoten auftauchen die zum Teil sagenhaft, zum Teil glaubwürdig sind, aber auch historische Ereignisse die den meisten Besuchern verborgen bleiben.




Corte del Diavolo - Castello Viertel

Das Auftauchen des Teufels auf den Strassenschilder Venedigs ist wohl berechtigt.Die Gestalt des Teufels spielte in einem an Gegensätze reichen Venedig eine wichtige Rolle.In diesem Fall scheint aber dieser Name auf die besonders schlechte Beleuchtung des gleichnamigen "sotoportego" zurück zu gehen. .

Riva dei Sette Martiri - Castello Viertel

Während des zweiten Weltkriegs lagen hier Deutsche Kriegsschiffe vor Anker die auf der Adria in Einsatz waren.1944, als der Partisanenkrieg voll im gange war, werschwand ein Matrose der Auf einem Patrouilenboot die Nachtwache hielt.Als grausame Represaille liess die deutsche Kommandantur auf der R d S M sieben mann hinrichten die man aus dem gefängnis von S.Maria Maggiore geholt hatte.Es geschah am dritten August 44, ein paar Tage später wurde die Leiche des Matrosen aus dem Wasser geborgen. Die Umstände seines Todes liessen jede Art von Attentat ausschliessen!

Calle de la Fava - Castello Viertel

In dieser eindrucksvollen Gegend Venedigs begegnen uns eine Gasse, ein Platz, eine Brücke und eine Kirche die der Ackerbohne ( la Fava) gewidmet sind.Dass zur Zeit der Serenissima die Ackerbohne der Hauptbestand des handels in der gegend ausmachte, ist leicht zu erraten.So sollte man sich eine Stadt vorstellen, als man die Geschichte Venedigs betrachtet, wo eine unglaubliche Vielfalt von Industrien und Handeln nicht selten einen starken Einfluss auf die Strassenbeschilderung ausübte.

Foto von Ponte delle Maravegie

Ponte delle Maravegie - Dorsoduro Viertel

Dem Volksmund nach wohnten sieben Schwester hier.Sie waren alle ausgesprochen schön bis auf eine die besonders hässlich war. Eine Nacht erschienen sieben Sterne auf dem Himmel, sechs davon waren hell und leuchtend und und der letzte blass und matt, aber auf einmal wurde der siebte Stern der glänzendste von allen und das hässliche Mädchen die schönste unter den Schwestern...

Foto von
Sotoportego del Casin dei Nobili

Sotoportego del Casin dei Nobili - Dorsoduro Viertel, S. Barnaba

Damals war das wie die Inschrift besagt eine Spielhöle für Aristokraten. Kartenspiele waren aber nicht die einzige Beschäftigung der dort Verkehrenden, jede Art von Laster wurde anscheinend praktiziert und die Prostituzion florierte. Es ging so weit dass im sechzehnten Jahrhundert der "Consiglio dei Dieci"(Ministerkabinett) die Abschaffung solcher Anstalten in ganz Venedig beschloss. Das geschah aber nicht und die "Casini dei Nobili" wurden in der Tat unbeirrt weiter getrieben.

Fotos von Claudio Mandelli

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